Liebe Leserinnen und Leser

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu! (Offenbarung 21,5)
Mit dieser Jahreslosung sind wir ins neue Jahr 2026 gestartet. „Ich mache alles neu!“ – was soll das eigentlich bedeuten? Ist Altbewährtes etwa nicht gut? Müssen wir ständig Neues kaufen, neue Freundschaften aufbauen oder die Werte, für die wir stehen, neu austarieren? Social-Media-Plattformen, die großen Einfluss auf unsere Gesellschaft haben, vermitteln eine enorme Schnelllebigkeit: Ständig sind neue Lebens-, Mode- oder Erziehungsstile im Trend, bei welchen wir kaum noch mithalten können. Ist der Wunsch nach ganz Neuem also ein „Kind unserer Zeit“ – und das ausgerechnet in einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und ein bewusster Lebenswandel so wichtig für uns und alle zukünftigen Generationen wären?
Die Offenbarung des Johannes – wo die diesjährige Jahreslosung zu finden ist – wird den apokalyptischen Schriften der Bibel zugeordnet. Der Begriff „Apokalypse“ stammt aus dem Griechischen („apokalyptein“) und bedeutet sinngemäß „enthüllen“ oder „offenlegen“. Ziel der Offenbarung ist es, eine Sichtweise zu vermitteln, nach der Jesus trotz allem Chaos die Geschichte der Welt zu einem guten Abschluss bringt.

Die Offenbarung formuliert damit eine Zukunftshoffnung. Eine Hoffnung darauf, dass Gott eine Welt entstehen lässt, in der Frieden gesichert ist, das Böse keinen Raum mehr findet und das gemeinschaftliche Miteinander im Mittelpunkt steht. In einer Zeit, in der es weltweit Kriege um Ressourcen, Macht, territoriale Ansprüche, Ideologien oder Religion gibt, empfinde ich diese Perspektive als besonders tröstlich und ermutigend.

Wir sind die Erdenbürger:innen dieser Zeit und mit unserem Tun und Handeln können wir die Welt, in der wir leben, mitgestalten. Mit Gottes Hilfe können wir Gutes bewahren und weiterführen und zugleich daran arbeiten, Böses aus der Welt zu schaffen. Nachdem wir im vergangenen Jahr unser Leben unter die Lupe genommen und mal ordentlich „ausgemistet“ haben (Jahreslosung 2025: „Prüft alles und behaltet das Gute„), richtet sich unser Blick nun hoffnungsvoll in Richtung Zukunft, denn Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu!“

Ich wünsche allen ein gutes Jahr voller Zuversicht, Mut zu Neuem, Dankbarkeit für Bewährtes und Vertrauen darauf, dass Gott einen guten Plan für uns hat.

Vielen Dank für all euer Engagement und auf eine Zukunft voller Gutem und Neuem!

Liebe Grüße

Sarah Berger